Der AglasHof

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HERZLICH WILLKOMMEN AM HOF VON AGLA, meinem Seelenpferd seit langer Zeit

REITEN mit GEFÜHL

EINFACH LEBEN und RUHE GENIESSEN

 

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Das Pferd ist kein Geschöpf des Zornes;
es ist eines der Kraft und des Mutes und vor allen Dingen der Milde,
der Zärtlichkeit, der Güte und der Liebe.

 

LERNE ein Pferd so führen, dass es dir VERTRAUEN kann!

Dieser Text hilft dir dabei, die Natur unserer Pferde zu verstehen:

Ich bin ein Pferd, ein Herden- und ein Fluchttier.
Das heißt, dass ich ein Beutetier für alle Raubtiere bin und mich nur in Gesellschaft meinesgleichen wohl fühle. Meine Stärke ist die schnelle Reaktion für eine sofortige Flucht. Ich lebe immer im Augenblick und bin wachsam. In der Natur ist es für mein Überleben ganz wichtig, dass ich die kleinste Bewegungen auch in großer Entfernung sehe.

Du Mensch möchtest, dass ich dir vertraue?

Dann führe mich an sichere Orte und beschütze mich in unsicheren Situationen. Beweise mir, dass du weißt was du tust, denn sonst gehe ich lieber meinen eigenen Weg. Beweise mir, dass du fähig und in der Lage bist alle Gefahren, auch wenn ich nur glaube, dass sie mir gefährlich werden können, zu erkennen und mich durch sie hindurch zu führen und mich zu beschützen. Dafür musst auch du im Augenblick leben und wachsam sein!

Mensch hab keine Angst vor mir, denn dann sind wir zwei mit Angst und beide handlungsunfähig im Sinne der Gelassenheit.
Mensch sei nicht unsicher, denn dann sind wir zwei, die unsicher sind.
Du kannst bei mir sein wie du bist - das ist in Ordnung für mich. Ich sehe dich sowieso wie du wirklich bist!
Lass dich nicht zu etwas zwingen, ich spüre wenn dein Gefühl und dein Handeln nicht eins sind. Ich bin ehrlich zu dir.

Ich sehe, wenn du gegen deine Gefühle kämpfst, das macht mich unsicher, ich spüre eine Gefahr, und kann sie nicht im Außen finden. Das macht mich nervös! Es gibt mir das Gefühl, ich bin nicht wachsam genug, ich finde die Bedrohung nicht, dann will ich hier weg!

Ich kann dir nicht vertrauen, wenn du mit gesenkten Schultern und der Last des Lebens vor mir hergehst.
Sei aufrecht, blicke nach vorne auf unseren gemeinsamen Weg!
Ich kann dir nicht vertrauen, wenn du gebeugt vor mir hergehst, den Blick starr auf den Boden gerichtet!
Du kannst mir keine Sicherheit geben, wenn der Blick den Horizont nicht berührt, weil du keine Gefahren erkennst, die über mich herfallen könnten!


Ich gebe mir wirklich Mühe dir zu Folgen, aber wenn das Blut in mir kocht und das Adrenalin in meinem Körper strömt, kann ich dir nicht mehr vertrauen und muss meine Entscheidungen in Sekundenschnelle selbst treffen!

Ich bin nicht unberechenbar! Du bist nicht wachsam! Wenn du mit allen Sinnen bei mir und in der Gegenwart bist, dann wirst du mich souverän führen und ich lege mein Leben gerne in deine Hände.

Ich sehe einen Menschen, der mich bewegen möchte, aber irgendwie nicht so richtig. Er steht vor mir und zeigt mit einem Stock und wedelt mit den Armen, aber das ist nur die Hülle. Im Inneren meint es dieser Mensch gar nicht so, wie er es mir mit seinem Körper vermitteln möchte. Er zögert und seine Gedanken sind weit weg. Menschen sind oft so zerstreut und sind mit ihren Gedanken weit weg. Ich verstehe nicht, wie Menschen bei diesen ganzen Gefahren überleben können!
Wie kann ich einem Menschen Glauben schenken und ihm mein Leben anvertrauen, der es nicht ernst meint und der keine Entscheidungen treffen kann? Wenn du mich nur ein bisschen beschützen kannst, bringt mir das gar keine Sicherheit und ich schließe ich mich dir nicht freiwillig an. Wenn es ernst wird, geh ich meinen eigenen Weg.

Lieber Mensch – ich brauche nicht viel. Ein wenig Sicherheit und deine Führung. Ich möchte dir Vertrauen und dir folgen, und wenn ich das im Alltag nicht mache, so liegt das in meiner Natur. Es ist dein Job mich davon zu überzeugen, dass ich dir vertrauen kann! Gib mir eine kleine Freiheit , sei konsequent, sei berechenbar, fair und respektiere mich, dann kannst du dir sicher sein, dass auch ich dich respektieren werde.
Ich werde sicher meine Grenzen testen, und auch deine Grenzen werde ich abtasten, auch das ist meine Natur. Du gibst mir Sicherheit, wenn du darauf bestehst, dass ich diese Grenzen einhalte.

Mensch wo bist du mit deinen Gedanken? Ich spüre das du völlig abwesend bist und das oft. Wir gehen spazieren und du träumst vor dich hin. Sieh doch die komischen Wesen die uns entgegen kommen! Ach, du meinst das sind Menschen … hmmm okay, vielleicht sind es ja keine Wölfe! Da sind schon wieder komische 4-Beiner … ach, du meinst das sind Rehe? Hmm… okay, ich will dir mal glauben. Aber hey, nimm den kleinen Kasten vom Ohr, da kommt schon wieder etwas großes auf uns zu das uns fressen möchte!!! Es ist blau und knistert gefährlich ... Hör mir zu! Hallo ... ich halte es nicht aus … gut - ich bin dann mal weg – und wenn mir nichts in meinen Fluchtweg kommt, dann sehen wir uns im Stall wieder! Kann aber auch sein, dass es mein Leben oder das eines anderen Lebewesens kostet......

Sei dir deiner Verantwortung bewusst, wenn du dich für ein Pferd in deinem LEBEN entscheidest.

Wenn du bereit bist, aufmerksam und ehrlich deinen Weg zu gehen, wirst du einen wundervollen Freund und Lehrer gewinnen!!